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Gedanken übers Loslassen, Still-werden und warum weniger wirklich mehr ist.

Das Scrollen nach dem Mehr

Kennst du das? Du liegst abends auf der Couch, eigentlich ist alles gut – und dann greifst du zum Handy. Nur kurz. Nur mal schauen. Und zehn Minuten später fühlst du dich irgendwie… kleiner.

Da ist die Frau, die in fünf Wochen zehn Kilo abgenommen hat und jetzt mit Modelfigur in die Kamera lächelt. Der Influencer, bei dem hunderttausend Follower alles liken, was er postet. Die Frau, die ihr drittes Business gegründet hat und dabei aussieht, als hätte sie nie eine schlaflose Nacht gehabt.

Das Ego liebt den Vergleich

Eckhart Tolle sagt: Das Ego überlebt durch Vergleich. Es braucht das „besser als“ oder „schlechter als“, um zu überleben. Social Media ist wie ein Buffet für das Ego.

Die zweite Falle: Unterhaltung

Scrollen unterhält. Und das Wort sagt es schon: Es hält dich unten. Du bist dabei nicht wach, nicht präsent – du bist wie benebelt.

Die östlichen Weisheitslehren sprechen alle von derselben Falle: dem ständigen Greifen nach außen. Im Buddhismus heißt es Tanha – der Durst, das Verlangen, das nie gestillt werden kann.

Zurückkommen

Wenn ich merke, dass ich – statt nur schnell auf die Uhr zu schauen – auf Instagram gelandet bin, lege ich das Handy hin. Nicht wütend, nicht diszipliniert – einfach sanft. Und dann spüre ich meinen Körper. Meine Füße auf dem Boden. Meine Hände. Den Atem.

Was wäre, wenn du das Handy heute Abend einfach mal liegen lässt?

Von Herzen, Christina

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