Home
Blog
Gedanken übers Loslassen, Still-werden und warum weniger wirklich mehr ist.

Der Spiegel des Anderen

Hast du dich jemals gefragt, warum ausgerechnet der Mensch, mit dem du zusammenlebst, genau die Knöpfe bei dir drückt, die sonst niemand findet?

Flo und ich kennen das gut. Wir lieben uns und verbringen so gerne Zeit zusammen. Und trotzdem gibt es Momente, in denen der andere etwas in uns auslöst, das sich viel zu groß anfühlt für die Situation.

Irgendwann haben wir verstanden: Das ist kein Fehler der Beziehung. Das ist ihre tiefste Einladung.

Der Schmerzkörper erwacht

Eckhart Tolle beschreibt, was er den Schmerzkörper nennt – jenen alten, angesammelten Schmerz, den wir alle in uns tragen. Die meiste Zeit schläft er. Aber im Zusammenleben mit einem anderen Menschen wacht er besonders leicht auf.

Wenn der Schmerzkörper aktiv wird, übernimmt er. Plötzlich sehen wir den Anderen nicht mehr klar. Wir sehen ihn durch einen Schleier aus Reaktion, aus altem Schmerz, aus Geschichten, die unser Verstand erzählt.

Fühlen, ohne weghaben zu wollen

Wir müssen das Gefühl nicht loswerden. Wir müssen es nicht heilen, nicht transformieren, nicht verstehen. Wir müssen es nur wahrnehmen. Wirklich wahrnehmen. Ohne Widerstand.

Eckhart Tolle nennt es Hingabe – surrender. Nicht Hingabe an den Anderen, nicht Aufgeben, nicht Schwäche. Sondern Hingabe an das, was ist.

Beziehung als Übungsfeld der Präsenz

Flo und ich sagen immer: „Die Beziehung ist nicht dafür da, uns glücklich zu machen. Sie ist dafür da, uns wach zu machen.“

Die Partnerschaft ist bestimmt das intensivste Übungsfeld, das es gibt. Kein Meditationskissen der Welt kann dich so zuverlässig mit deinen unbewussten Mustern konfrontieren wie der Mensch, der neben dir aufwacht.

Von Herzen, Christina

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top