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Gedanken übers Loslassen, Still-werden und warum weniger wirklich mehr ist.

Lernen ohne Schule?

Auch wenn ich diesen Post vor mittlerweile über 4 Jahren geschrieben hab, darf er mein 1. Blogartikel hier werden, denn: Die Frage, wie und was unsere Kinder ohne Schule lernen, ist so aktuell wie damals.

Anton, er ist 6 und wäre jetzt in der 1. Klasse, rechnet bis… keine Ahnung, ein paar Tausend. Warum? Weil er es liebt, im Restaurant zu bezahlen. In Thailand ist die Währung BAHT. 1 EUR sind ca. 36 BAHT. Heißt: wenn Anton bezahlt, geht er zum Kellner mit ein paar Hundertern, rechnet aus, wie viel er braucht und wieviel er zurück bekommt. Er macht das voll zackig, sicher und immer „richtig“. Lernen geschieht spielerisch und intrinsisch motiviert. Ganz natürlich, ohne pauken, ohne Stress.

Anton spricht mit dem Kellner englisch, lernt verschiedene Währungen (er vergleicht mit Madagassischen Ariary und Ungarischen Forint) und bekommt ein Gefühl für Zahlen.

Was grad noch sehr aktuell bei uns ist: Harry Potter. Also bei mir und den Kids ist Harry Potter eh IMMER aktuell, aber Flo kennt noch nicht mal alle Filme 😱😱😱 und das ändern wir natürlich grad. 😂 Harry Potter daugt uns 4 also grad voll und deshalb lesen wir das 1.Buch gemeinsam. Ferdi beginnt immer, liest so lang er Lust hat, dann lesen Flo oder ich weiter. Abgesehen davon, dass es ur lustig is, weil Flo die beste Trollstimme draufhat, lieben wir es, am Strand zu sitzen und den Stein der Weisen (in unseren Köpfen) zu finden. 😆 Im Abspann der Filme liest Ferdi dann immer die englischen Namen aller Schauspieler. (Er hat sich mit 6 Jahren Lesen komplett selbst mit einem Pokémon Lexikon beigebracht. Dass er in Deutsch die Buchstaben aneinanderreiht und in Englisch ein Wort mit dem Blick erkennt und (fast immer) richtig ausspricht, hat er schon lang selbst gecheckt. 😉)

Wenn ich an meine Schulzeit zrück denk und mich dran erinner, dass ich mir immer gewunschen hab, dass irgendwas schlimmes passiert, damit die Schule geschlossen wird, wird mir fast schlecht. Und je länger ich meine Kinder nun dabei beobachte, wie lernen ausschauen kann, wenn niemand dreinpfuscht, atme ich durch und bin froh, dass sich im Thema „Schule“ langsam etwas tut. Wir Erwachsene dürfen nach zig Jahren zur Schule Gehen wieder anfangen gerne zu lernen. Wir dürfen uns entfalten und dem nachgehen, was uns so richtig Freude macht. Und als Elternteil kristallisiert sich für mich immer klarer heraus, was meine Aufgabe als Mama ist: Meine Kinder in Ruhe lassen, Raum geben, in dem sie sich ihrer eigenen Natur entsprechend entfalten können – und einfach nur präsent sein!

Von Herzen, Christina

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